80-Bus Journal |
Februar 1983 · Ausgabe 2 |
Mit dem EPROM-Programmer, der hier näher beschrieben wird, können EPROM’s vom Typ 2732, 2564 und 2764 programmiert werden. Der Hardware-Umfang läßt sich auf einer Europakarte unterbringen und über Port A/B der PIO eines Nascom-1/2 betreiben. Das dazugehörige Programm umfaßt 940 Bytes und ist im Speicher voll verschiebbar.
Der Hardwareaufwand umfaßt zwei Datenpuffer (D-Latch) 74LS373, einen 7406, einen Transistor BSX48 sowie einige Widerstände und Kondensatoren. Hier nun eine kurze Funktionsbeschreibung der Schaltung.
Die Adressen A0 – A12 werden über Port A des Nascom ausgegeben und über die Datenpuffer LS373 an das EPROM angelegt. Port A wird im Input- oder Output-Mode betrieben, jeweils abhängig davon, ob nach angelegter Adresseninformation aus dem EPROM Daten ausgelesen oder eingeschrieben werden sollen.
Sämtliche weiteren Steuerfunktionen werden über Port B vorgenommen. B0
und B1 sind als Eingänge, B2-B7 als Ausgänge definiert. Die beiden
höchstwertigen Bits von Port B steuern die Datenübernahme von Port A in
die Datenpuffer LS373. B3-B5 führen unmittelbar Steuerfunktionen aus,
wie sie in der Betriebsartenübersicht aufgeführt sind. B2 dient zum
Ein-/Ausscha1ten der Programmierspannung Vpp über einen 7406. Man
erkennt sicher, daß dieser 7406 nicht notwendigerweise eingesetzt
werden muß. Er stellt hier jedoch sicher, daß bei nicht verkabeltem
Port B die volle Programmierspannung Vpp nicht zum EPROM
durchgeschaltet wird. Von den Herstellern der EPROMS wird zwingend
vorgeschrieben, die Programmierspannung über ein aktives Bauelement zu
schalten. In der vorliegenden Schaltung wird dies durch den Transistor
BSX 48 (od. glw.) erfüllt. Bei 2732-EPROMS soll nach Herstellerangaben
zusätzlich ein Kondensator von 0,1µF zwischen OE/Vpp und Masse
geschaltet werden. Da die beschriebenen EPROMS nicht voll
pin-kompatibel sind, muß „leider“ ein Schalter eingesetzt
werden, der die Adressenleitungen und die Programmierspannung
entsprechend umschaltet.
Das
Programm
formatiert den Bildschirm zunächst so, wie in
Bild 1
dargestellt. Nun fragt das Programm Port B (B0,
0 Read (EPROM in Speicher kopieren)
1 Test (Alle EPROM-Adr. = FFH?)
2 Prog (Programmierung des EPROMS)
3 Comp (Vergleich EPROM mit Speicher)
4 Nassys (Rücksprung)
Vom Programm werden nur die vorstehenden Eingaben akzeptiert. Nun fordert das Programm die vierstellige Eingabe von:
-Speicheranfangsadresse
-EPROM-Anfangsadresse
-Anzahl Bytes
an. Es werden nur hexadezimale Werte akzeptiert. Erfolgt eine fehlerhafte Eingabe (ungl. Hex.), dann wird der Bildschirm neu initialisiert und die Eingabe kann wiederholt werden.
Der formatierte Bildschirm bleibt während der Programmausführung erhalten, außer bei den Programmvarianten Test und Comp, bei denen ein Ausdruck auf dem Bildschirm erfolgt, wenn der EPROM-Inhalt ungl. FFH ist bzw. EPROM- und Speicher-Inhalt nicht übereinstimmen (Bild 2).
Die im Programm integrierten Zeitroutinen beziehen sich auf einen 4MHz-Takt und sind so bemessen, daß die Mindestzeitangaben der Hersteller um mehr als den Faktor 10 verlängert werden (zur Sicherheit). Das Auslesen eines 2732 dauert damit z.B. 1.5 Sek., eines 2764 ca 3 Sekunden. Nach erfolgter Programmierung eines EPROM kann mit der Programmvariante Comp überprüft werden, ob das EPROM richtig programmiert worden ist.
Die vorliegende Schaltung wurde auf Veroboard-Leiterplatten verdrahtet.
Wenn in einiger Zeit die EPROM’s
2732/
Anstelle eines Schalters in der vorliegenden Schaltung können auch mehrere EPROM-Sockel direkt verkabelt werden.
Im Nascom-Journal wurde einmal die Erzeugung der Programmierspannung aus einer 5V-Versorgung beschrieben, was auch hier eingesetzt werden könnte. In jedem Fall ist bei der Dimensionierung der 5V/26V-Versorgung darauf zu achten, daß beim Ein- und Ausschaltvorgang die 5V-Versorgung zuerst eingeschaltet und zuletzt ausgeschaltet wird.
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