Nascom Journal |
Juli/August 1982 · Ausgabe 7/8 |
Als vor mehr als einem Jahr Michael Klein einen Redakteur für das Nascom-Journal suchte, habe ich mich ebenso spontan gemeldet wie Günter Böhm, Wolfgang Mayer-Gürr und Josef Zeller. Seither ist mehr als ein ganzer Jahrgang der „roten“ Ausgaben unter unserer gemeinsamen Redaktion erschienen – vielleicht der geeignete Zeitpunkt für einen Rück- und Ausblick auf die Redaktionsarbeit.
Anfangs haben wir uns eine Arbeitsteilung überlegt: Herr Zeller war für
Hardware-Beiträge zuständig, Herr Mayer-Gürr für Basic und Floppies,
Herr Böhm für T2/
Warum steckt jemand seine Freizeit in so eine Sache wie das Nascom-Journal? Da es hier um die persönliche Motivation geht, kann ich auch nur ganz persönlich antworten (vielleicht nehmen auch die anderen Mitarbeiter einmal dazu Stellung). Es ist heute so selbstverständlich geworden, daß man um des Geldes willen arbeitet, daß man sich andere Motive schon gar nicht mehr vorstellen kann. Welchen Sinn sehe ich nun in der Arbeit am Nascom-Journal, welche Idee verbinde ich damit?
Als vor einigen Jahren die ersten Microcomputer auf dem Markt
erschienen, habe ich mich zunächst aus ganz praktischen Gründen dafür
interessiert. Wir waren damals mit dem Aufbau unserer Firma
(Naturkost-Großhandelsgenossenschaft)
beschäftigt, und ich fragte mich,
ob wir so ein Ding nicht bei uns einsetzen könnten. Ich war dann sehr
schnell von den Möglichkeiten, die sich da auftaten, fasziniert, habe
mir Bücher und Zeitschriften beschafft und mich mit Programmiersprachen
beschäftigt. Schließlich habe ich mir einen Nascom-1 gekauft, um das
auch praktisch auszuprobieren. Was mich von Anfang an dabei
faszinierte, war die Idee des „Volkscomputers“, des Computers
für Jedermann. Ist es möglich, daß die „Computermacht“, die
bislang nur der Großindustrie, den Universitäten und dem Staat zur
Verfügung stand, nun auch dem Kleinbetrieb und dem Privatmann
offensteht? Von der Hardware her gesehen, ist diese Frage heute schon
teilweise mit ja zu beantworten. Nur teilweise, weil es zwar
unglaublich billige Grundsysteme gibt, aber die für den praktischen
Einsatz nötigen Erweiterungen schnell den Betrag von 10000,– DM
überschreiten. (Auf diesem Gebiet sind aber noch viele Möglichkeiten
offen, z.B. die der „Zweckentfremdung“ von billigen
Konsumprodukten wie Stereocassettenrekordern und Videorekordern – als
billige und schnelle Massenspeicher – und elektronischen
Schreibmaschinen als Ein/
Es wird erst „Volkscomputer“ geben, wenn auch
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