Viele billige Drucker,z.B. der EPSON MX-80 oder der SEIKO
GP-80,haben standardmäßig eine Centronix-Schnittstelle und bieten
eine Nascom-kompatible serielle Schnittstelle nur gegen Aufpreis
(250 Mark). Wer das bezahlt, ist selbst schuld. Man kann natürlich
aus beiden Ports der PIO
eine Parallelschnittstelle softwaremäßig
aufbauen. Dann sind jedoch die leistungsfähigen X-Befehle von T4 oder
NAS-SYS nicht ausgenutzt, und man muß die ganze Software mit neuen
Druckprogrammen versehen. Ich habe für den Anschluß meines
Seiko-Druckers eine andere Lösung gewählt: eine
Centronix-Schnittstelle wurde aus 4 TTL-IC’s aufgebaut und parallel
zu dem UART geschaltet.
Alle Daten, die an den UART ausgegeben werden, gelangen nun auch
zum Drucker.Die Baudrate kann beliebig hoch eingestellt werden, da
über das TBRE-Signal nun auch die BUSY-Meldung des Druckers
abgefragt wird. Über Port 0, Bit 2 kann das höchstwertige Datenbit
gesperrt werden; dies ist für normalen Betrieb erforderlich, da der
X-Befehl Bit 7 als Paritätsbit ausgibt. Will man Bit 7 in
speziellen Druckerprogrammen mitbenutzen, muß vorher also Bit 2 in
Port 0 auf 1 gesetzt werden. In Port 2,Bit 4 kann das
Error-Signal des Druckers abgefragt werden.
2716 auf RAM-Karte
Nachdem die
2716’er technisch gegenüber den
2708’ern sowieso schon
alle Trümpfe auf ihrer Seite hatten (doppelte Kapazität, geringerer
Stromverbrauch, nur 5 V, einfacher zu programmieren), sind sie
mittlerweile auch billiger geworden. Dies war für mich ein Anlass, um
die 4 Sockel auf der 32k RAM-Karte zur Aufnahme von 5 V-2716’ern
vorzubereiten; so finden 8kEprom auf der Karte Platz. Eine spätere
Erweiterung auf 16k in 2732’ern
ist leicht möglich. Die notwendigen
Änderungen sind in 10 Minuten gemacht. Man unterbreche mit einem
scharfen Instrument die Leiterbahn von IC 20, Pin 13 zu IC 24,
Pin 2; außerdem die Bahn von +12 V zu Pin 19